Einsatz

Laut CMC-Mitglied (Koalition gegen Streumunition) Human Rights Watch hat die sudanesische Luftwaffe im Februar und März 2015 in den Nuba-Bergen (Süd-Kordofan) Streubomben eingesetzt.

Zwei Teile Submunition liegen auf dem Boden verstreut
Submunition im Sudan. Foto vom 13. Mai 2012 © 2012 Aris Roussinos

Streubomben unterscheiden nicht beim Angriff und hinterlassen hochexplosive Blindgänger. Die Waffe ist laut internationaler humanitärer Gesetzgebung verboten und sollte unter keinen Umständen verwendet werden. Laut dem Bericht von Human Rights Watch wurden am 6. März auf das Dorf Tongoli (Region Delami) zwei Bomben abgeworfen und Ende Februar vier weitere auf das Dorf Rajeefi (Gegend Um Durein).  Bei den Angriffen wurde zwar niemand verletzt, doch Zivilbevölkerung wurde dennoch getroffen. Mehrere Häuser und Besitztümer von Anwohnen wurden zerstört.


Bei den gefundenen Streubomben handelt es sich um RBK-500 Streubomben sowjetischer Herkunft. Sie beinhalten AO-2.5 RT Submunition - die gleiche Art, die in diesem Gebiet bereits 2012 gefunden wurde.


Handicap International und die CMC rufen den Sudan auf:

  • Unverzüglich die Verwendung von Streumunition zu stoppen
  • Die Einsätze zu untersuchen und öffentlich darüber zu berichten
  • Die Räumung von Überresten der Streumunition in betroffenen Gebieten zu garantieren
  • Jeglichen Opfern dieser Waffe Unterstützung zu bieten
  • Die Vorräte von Streumunition zu vernichten
  • Dem Übereinkommen über Streumunition beizutreten

Zwei AO-2.5RT Submunitionen wurden in der Nähe des Dorfes von Ongolo im Süden von Kordofan gefunden. Diese Submunitionen stammen aus einer RBK-500 AO-2.5RT Streubombe, sind aber nicht, wie vorhergesehen, explodiert.


Im Sudan stehen sich die sudanesische Armee und die SPLAN-N im Süden Kordofans und im Blauen-Nil-Staat seit Juni 2011 gegenüber. Immer wieder kommt es zu verheerenden und wahllosen Angriffen. Die SPLAN-N hat keine Luftwaffe. Berichte über den Einsatz von Streubomben im Sudan  haben 2012 internationales Aufsehen erregt. So forderten die CMC und andere den Sudan auf, die Vorwürfe zu untersuchen und aufzuklären, was von sudanesischer Seite aber bei verschiedensten Gelegenheiten abgelehnt wurde.


Während der Sudan offiziell erklärt hat, dass er keine Streubomben besitzt, gibt es Hinweise darauf, dass dieser in der Vergangenheit Streubomben von einigen Ländern importiert hat. Beweise über den Gebrauch und die Verseuchung mit Resten von Streubomben  weisen darauf hin, dass der Sudan wahrscheinlich weiterhin Streubomben lagert.

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