Einsatz Syrien

Erneut haben syrischen Regierungstruppen Streubomben eingesetzt. Diesmal bei einem Angriff auf die Stadt Keferzita, im Norden von Hama, am 12. und 13. Februar 2014.

In einer am Mittwoch, 19.2.2014, veröffentlichten Medienmitteilung berichtet Humans Right Watch (HRW), dass die syrischen Regierungstruppen im Norden des Landes neue Streubomben eingesetzt haben. Die Organisation, die den Einsatz dieser Waffen in Syrien bereits im 2012 und 2013 aufgedeckt hatte, stellt deren zunehmenden Einsatz ungeachtet aller internationalen Verurteilungen fest.

Streumunition ist eine menschenverachtende Waffe: 94% der Opfer sind Zivilisten. Der Einsatz von Streumunition in dicht besiedelten Gebieten ist daher völlig indiskutabel. Diese Waffen sind heute durch die Oslo-Konvention verboten. Auch wenn Syrien aktuell kein Mitgliedstaat des Vertrages ist, so unterscheidet es sich mit seinen Handlungen von der Praxis anderer Nicht-Mitgliedstaaten, die auf den Einsatz dieser Waffen trotzdem verzichten.  
Bis heute wurden 2 Tote und 10 Verletzte aufgrund des Angriffes gezählt. Handicap International ist aber ebenso besorgt über die zukünftigen Auswirkungen dieser Waffen, die auch nach dem Angriff scharf bleiben und weitere Unfälle verursachen können. Es ist besonders beunruhigend zu sehen, dass diese Waffen von offenkundig unpräzisen Geräten abgeworfen werden. Mit einem einzigen Abwurf werden somit Hunderte von Streumunitionen willkürlich verteilt. Die Waffen werden in dicht bevölkerten Gebieten. Dadruch gab es sofort zahlreiche Opfer und es bedeutet gleichzeitig für die Zivilbevölkerung auch in den kommenden Jahren eine ständige tödliche Bedrohung.

Bereits vergangene Woche wurde durch den UN Mine Action Service im Südsudan neue Kontaminierung durch Streumunition auf der Straße nach Juma nahe der Stadt Bor festgestellt. Der Generalsekretär der UNO, Ban-Ki Moon, hat in einer öffentlichen Erklärung den Einsatz verurteilt. 
Südsudan leidet bereits unter Verseuchung durch den früheren Einsatz von Streumunition. Laut dem „Cluster Munition Monitor“ wurden Überreste von Streumunition in allen zehn Staaten des Südsudans entdeckt. Es ist absolut unverantwortlich, dass der Südsudan weiter durch Streumunition belastet wird, ein Land, welches bereits Mühe bekundet die bestehende Kontaminierung zu beseitigen.

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