Opfer Laos

Phet Latsabout wurde während des Indochinakrieges durch eine Streubomben schwer verletzt.

Während des Indochina Krieges arbeitetet ich für die laotische Armee. Ich war 16 Jahre alt und transportierte Nahrungsmittel für die Soldaten. 

Eines Tages waren drei meiner Freunde und ich auf dem Weg zum Camp der Soldaten. Als ich mit dem Fuß aus Versehen an den Blindgänger einer Blue 24 Submunition stieß, explodierte diese auf der Stelle. Die Explosion zerschmetterte den Knochen meines linken Beines und mein Körper wurde von kleinsten Metallsplittern übersäht. Zwei meiner Freunde wurden ebenfalls verletzt, der dritte kam ums Leben.

Zunächst blieb ich schwer verwundet, blutüberströmt und mit heftigen Schmerzen in einem Feld liegen. Doch glücklicherweise hatte sich der Unfall in unmittelbarer Nähe meines Heimatdorfes ereignet, sodass meine Freunde mich holen und zu einem Arzt bringen konnten.

Der Arzt, der in den Höhlenverstecken der laotischen Armee arbeitete, musste aufgrund der Schwere der Knochenbrüche mein Bein amputieren. Daraufhin blieb ich einen Monat lang allein in der Höhle liegen, während die Soldaten aufs Schlachtfeld gezogen waren. Dort fühlte mich sehr einsam und weinte sehr häufig. Dies war eine sehr schwere Zeit für mich.

Nach und nach lernte ich, wie ich ohne mein Bein zurechtkommen und mir eine Existenz aufbauen konnte. Meine Familie sorgte sich großartig um mich. Nur durch sie entstand mein Wille, in meinem Leben niemals aufzugeben und das Beste aus der Situation zu machen.

Für viele Leute in meinem Dorf bin ich sehr wichtig. Es gibt einige, meistens sind es Kinder, die auf der Suche nach Altmetall sehr hohe Risiken eingehen. Deshalb kläre ich sie über die Gefahren auf. Mittlerweile sind sie vorsichtiger geworden. Außerdem rate ich anderen Menschen mit Behinderung, die Angebote des regionalen und des nationalen Rehabilitationszentrums zu nutzen, sodass sie ihre Mobilität weiter verbessern können, so wie ich es geschafft habe.

„Ich habe anhand des blauen Buches (d.h. anhand der Konvention zum Verbot von Streumunition) anderen Menschen, auch dem Dorfvorsitzenden, das internationale Recht erklärt. Nun kennen sich die Dorfbewohner auf diesem Gebiet aus und sind mir dafür sehr dankbar.“

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