In Berlin, Eutin, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Limburg, Lünen, München, Schwäbisch Hall, Trier, Wolgast
Auch in anderen Ländern der Welt fanden Aktionen statt. Lesen Sie hier mehr dazu.
In München auf dem Marienplatz:
Proteste in ganz Deutschland am Aktionstag der Streubombenkampagne
Unter dem Motto "Hände hoch - für ein Verbot aller Streubomben!" versammelten sich am 19.04.2008 zum weltweiten Aktionstag der internationalen Kampagne gegen Streubomben Hunderte Menschen in neun Städten Deutschlands: in München, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Eutin, Limburg, Schwäbisch Hall, Trier und in Wolgast. Sie forderten von der deutschen Regierung, bei einer internationalen Staatenkonferenz in Dublin im Mai einem ausnahmslosen und sofortigen Verbot von Streubomben zuzustimmen.
Zum Abschluss der größten dieser Aktionen, zu der Handicap International in München aufgerufen hatte, stiegen um 16 Uhr Hunderte Luftballons mit grellgelben Protestkarten in den weiß-blauen Münchner Himmel. Diese Protestkarten ähnelten in Farbe und Form den Blindgängern der Streubomben, die z.B. bei den Bombardierungen des Irak, des Kosovo oder Afghanistans zu Hunderttausenden verstreut wurden. Die auffälligen Blindgänger werden dort noch Jahre nach dem Krieg besonders für neugierige Kinder zur tödlichen Gefahr.
Allein in München wurden innerhalb weniger Stunden über 800 Unterschriften für die weltweite Petition von Handicap International gesammelt. Diese Petition, die schon vor dem Aktionstag von 575.000 Menschen unterzeichnet worden war, wird zur Konferenz in Dublin den Repräsentanten der Staaten übergeben, die dort über ein Verbot von Streubomben abschließend verhandeln werden. Gemeinsam mit den anderen Organisationen der Streubombenkampagne wird auch Handicap International dabei sein, um darauf zu drängen, dass das Verbot nicht durch Einschränkungen oder Verzögerungen abgeschwächt wird. Denn in Dublin besteht die einmalige Chance, in einem internationalen Vertrag einer besonders grausamen Waffengattung endlich ein Ende zu setzen.
Eine Veranstaltung von Handicap International gefördert aus Mitteln der Europäischen Union, der Evang.-luth. Kirche in Bayern und des Kath. Fonds.
Unser Aktionstags-Plakat als pdf-Dokument zum Download
In Berlin bei der Pressekonferenz von Aktionsbündnis Landmine.de führte Jazzsängerin Jocelyn B. Smith mit 30 Berliner Kindern ihr neues Lied gegen Streubomben "Higher Love" auf.

Aktion der Waldorfschule – noch keine Rückmeldung über Ergebnisse
In Hamburg-Winterhude wurde von einer Gruppe ehrenamtlicher Aktivistinnen und Aktivisten eine Aktion mit Infostand auf dem Goldbekplatz durchgeführt, bei der ca. 150 Unterschriften gesammelt werden konnten. Bald soll noch eine größere Aktion mit Luftballons stattfinden (evtl. beim Stadtteilfest mit vielen Familien und Kindern).
Die Aktion wurde auf den 3. Mai verschoben und findet dann in Stralsund im Rahmen der Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ statt!
Der Eutiner Friedenkreis e.V. zeigte auf dem Marktplatz die Ausstellung „Streubomben“ und sammelte innerhalb weniger Stunden 225 Unterschriften gegen Streumunition. Weiterhin wurde ein Appell an die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (SPD Ostholstein) mit 50 Unterschriften gestartet. Am 29. April folgt ein Infoabend mit Film.

Friedenskreis Lünen Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen Im Rahmen der Afrikatage am 26.4.2008: Infostand und Unterschriftensammlung, Ausstellungen „Minenfeld Erde“ und „Explosive Überreste des Krieges“ 14-19 Uhr (Achtung: Datum 26.4.2008!)
Vier Frauen der Evang. französisch-reformierten Gemeinde haben am 19.4. vor dem Haus Dornbusch trotz stetigen Regens 100 Unterschriften gesammelt. Die Aktion wurde auch im Gottesdienst angekündigt und es besteht weiterhin die Möglichkeit, dort zu unterzeichnen. Außerdem soll die Aktion bald bei besserem Wetter wiederholt werden.
Die AG Frieden Trier konnte trotz schlechten Wetters mit ihrer Aktion am Pranger viele Unterschriften sammeln: 120 Menschen unterzeichneten die Petition gegen Streubomben und informierten sich am Infostand über das Thema. Die lokale Presse hatte die Aktion vorher kurz angekündigt. Die Friedensgruppe wird auch weiterhin in dem Bereich engagiert bleiben und sich aktiv für ein Verbot einsetzen.

Die Aktion des Eine-Welt-Laden-Vereins auf dem Europaplatz musste auf Grund schlechten Wetters leider nach kurzer Zeit abgebrochen werden.

Am Kartoffelmarkt wurde vom Freiburger Friedensforum ein Infostand aufgestellt und betreut. Die Passanten konnten durch Flugblätter, Infomaterial und Luftballons informiert werden, was zu insgesamt 54 Unterschriften führte.
Ein Bericht und Fotos sind zu finden unter http://www.rib-ev.de/blog/?p=175
Eine weitere Veranstaltung soll während der Dublin-Konferenz im Mai stattfinden.
Stand: 05/2008
