
Die Wirkung von Streumunition ist unvorhersehbar auf Grund ihres Mechanismus und der hohen Fehlerquote, also der großen Anzahl an Blindgängern.
Sobald Submunition aus Streumunition explodiert, werden Hunderte von Splittern freigesetzt, die im Stande sind, jeden, der sich in der Nähe oder sogar in einiger Entfernung der Explosion befindet, zu töten oder ernsthaft zu verletzten. Anders als Landminen, die so konstruiert sind, dass sie eher verstümmeln als töten, enthalten Streumunitionen mehr explosive Kraft und Metallsplitter, die schneller zum Tod führen.
Unfälle mit nicht explodierter Munition ereignen sich, sobald Menschen die Blindgänger berühren oder versuchen, sie aufzuheben - aus wirtschaftlicher Notwendigkeit, Neugierde oder sozialer Verantwortung. Zivilisten versuchen, ihre Äcker von Munition zu befreien, um ihre Felder bestellen zu können oder um Kinder davon abzuhalten, mit den Munitionen zu spielen. Besonders häufige Opfer sind Hirten, Bauern und spielende oder Feuerholz sammelnde Kinder. Oft versuchen die Menschen aus finanzieller Not, nicht explodierte Munition zu sammeln, um sie als Altmetall zu verwerten und zu verkaufen. Ihre Form, Größe und manchmal auch die leuchtende Farbe machen Streumunition vor allem für Kinder interessant.

Jeden Tag verlieren Menschen - häufig Kinder - durch Streumunition ihr Leben oder Gliedmaßen. Durch die bei der Explosion entstehende Druckwelle verbreiten sich die Splitter der Submunition mit hoher Geschwindigkeit und können dabei entsetzlichen Schaden an Gewebe und Organen zur Folge haben. Sogar ein einzelner Splitter kann wie eine Pistolenkugel wirken und zum Beispiel die Milz zerreißen.
Falls ein Opfer den Unfall überlebt, leidet es nachher meist an einer ganzen Reihe von Verletzungen:


Stand: 11/2008