Streubombenverbot: Zwei Lesungen mit Opfern von Streubomben an Berliner Schulen

Pressemitteilung vom 18. Juni 2009

In der kommenden Woche wird die deutsche Regierung verkünden, dass sie den internationalen Vertrag über ein Verbot von Streubomben ratifiziert. Das Verbot dieser grausamen Waffen, die weltweit die Zivilbevölkerung bedrohen, ist in Deutschland Wirklichkeit geworden – und wird, wenn genügend weitere Staaten den Vertrag ratifizieren, auch bald international gültig werden. Das ist ein großer Erfolg der Kampagne gegen Streubomben, in der sich Handicap International seit einigen Jahren gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Landmine.de und der internationalen Kampagne Cluster Munition Coalition engagiert.  

In Berlin werden aus dem aktuellen Anlass in der kommenden Woche zwei besondere Veranstaltungen zum Thema Streubomben an Schulen stattfinden – in der Friedensburg Oberschule in Charlottenburg und in der Rütlischule in Neukölln. An beiden Schulen liest die Berliner Autorin Sophia Deeg aus ihrem neuen Buch „Streubomben – Tod im Maisfeld“ (Horlemann). Mit zwei Geschichten aus dem Libanon und aus Serbien bringt dieses Buch anschaulich und sehr persönlich Schicksale von Menschen, die von Streubomben betroffen sind, nahe. (Mehr dazu unter www.handicap-international.de)  

An den beiden Lesungen werden auch jeweils Menschen teilnehmen, die einen Unfall mit dem Blindgänger einer Streubombe schwer verletzt überlebt haben oder einen Angehörigen dadurch verloren haben. Sie gehören zur Gruppe der „Ban Advocates“, die ihr persönliches Anliegen besonders wirkungsvoll vertreten können und deshalb wesentlich zum Erfolg der Kampagne gegen Streubomben beigetragen haben.  

Zu den Lesungen sind auch die Berliner Medien herzlich eingeladen! Über eine Rückmeldung wären wir dankbar.  

Mittwoch, 24. Juni, 9:45 - 11:15 Uhr, Friedensburg Oberschule, Goethestr. 8 (mit Slađan Vučković, ehem. Minenräumer und Überlebender einer Streubombenexplosion aus Serbien)  

Freitag, 25. Juni, 9:55 - 11:00 Uhr, Rütlischule, Rütlistraße 41 (mit Raed Mokaled aus dem Libanon, der seinen Sohn bei einem Streubombenunfall verlor)  

Rückmeldungen, Anfragen für Interviews mit den Ban Advocates und weitere Informationen: Dr. Eva Maria Fischer, Handicap International, 089-54 76 06-13, 0175-54 29 899, efischer@handicap-international.de  

HINWEIS: Wir laden Sie auch herzlich ein zu einer Pressekonferenz zur Ratifizierung des Streubombenvertrags am 24.6.2009, 10 Uhr, in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz.

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