Banner des Global day of action


Damit aus Deutschland bald kein Geld mehr in die Streubombenproduktion fließt, müssen wir Druck auf Politik und Geldinstitute ausüben. Helfen Sie mit!

Vielen Dank an alle, die sich an unserer Mailaktion an Parlamentarier beteiligt haben. Wir werden auf dieser Seite über den Fortgang der politischen Diskussion berichten.

Mit dem Vertrag von Oslo ist für alle Vertragsstaaten – auch Deutschland – Produktion, Lagerung, Verkauf und Einsatz von Streubomben verboten. Firmen in Ländern, die dem Vertrag noch nicht beigetreten sind, produzieren diese grausamen Waffen jedoch immer noch: z.B. in den USA, Südkorea, China, Pakistan, Polen oder Griechenland. Die Länder, die dem Vertrag beigetreten sind, verpflichten sich „unter keinen Umständen jemals (…) irgendjemanden zu unterstützen, zu ermutigen oder zu veranlassen“, gegen die Vertragspflichten zu verstoßen. Für einige Länder bedeutet das auch, dass ihre Banken keine ausländischen Firmen finanzieren dürfen, die Streubomben produzieren.

Auf dem Marienplatz unterschreiben Besucherinnen und Besucher unsere politischen Forderungen, daneben steht unser großes Aktionstransparent „Stop explosive Investitionen!“
Die Aktion am Münchner Marienplatz © Handicap International

Manche Länder, wie Belgien und Luxemburg, haben solche Investitionen sogar in eigenen Gesetzen verboten. Auch im deutschen Bundestag wird derzeit über ein solches Gesetz diskutiert: Bündnis 90/ Die Grünen haben am 8. April 2011 einen entsprechenden Antrag in den Bundestag eingebracht. Denn bisher investieren viele deutsche Banken und Versicherer immer noch in die Hersteller von Streumunition. Deutsche Investitionen in Streumunition haben immer noch einen Wert von ca. 1 Mrd. Dollar. Ganz vorn sind dabei sind die Allianz und die Deutsche Bank, die Anteile in Form von Aktien und Anleihen an Herstellern von Streumunition im Wert von 685 Mio. US-Dollar (477 Mio. Euro) bzw. 216 Mio. US-Dollar (150 Mio. Euro) halten.

Die DWS, die Fondsgesellschaft der Deutschen Bank Group, beteuert, sich entsprechende Leitlinien für den Umgang mit Streumunitionsherstellern gegeben zu haben. Diese sind jedoch nicht veröffentlicht. Außerdem gelten sie lediglich für Investmentfonds der DWS in Deutschland, und nicht für den gesamten Konzern Deutsche Bank Group. Auch die Kreditvergabe und das Vermögensmanagement der Deutschen Bank Group inkl. ihrer Tochtergesellschaften im Ausland werden nicht von den Leitlinien erfasst.

Videos zu Investitionen

Bild vom Video des Report Mainz
Report Mainz zum Thema Investitionen in Streumunition - 06:52 min
Bild vom Video des Morgenmagazin
morgenmagazin zum Thema Investitionen in Streumunition - 01:44 min

Werden Sie selbst aktiv

  • Wollen Sie wissen, ob Ihre Bank Ihr Geld in Streubombenhersteller investiert? Auf Facing Finance finden Sie nähere Infos und Publikationen über die Investitionen deutscher Banken in Streubombenhersteller.
  • Wenn Ihre Bank am Geschäft mit Streubomben beteiligt ist, schreiben Sie einen Protestbrief!
  • Wenn Sie keine Angaben zu Ihrer Bank finden, können Sie auch einfach dort anfragen, ob sie solche Geschäfte ausschließen kann. Es ist wichtig, den Banken deutlich zu machen, dass ihre Kunden durchaus Interesse an ethischen Standards haben! Hier finden Sie einen Beispielbrief für die Anfrage bei Ihrer Bank

___________________________________________________________

Global Day of Action

Handicap International und Partnergruppen haben sich an einem internationalen Aktionstag der Streubombenkampagne beteiligt:

  • München, 26. Mai 2011, 10.30 Uhr – 14.30 Uhr: am zentralen Marienplatz in der Nähe der Filiale der Deutschen Bank.
  • Nürnberg, 25. Mai 2011, 17.00 Uhr - 20.00 Uhr: in der Karolinenstr. 30 vor der Deutschen Bank Filiale, Veranstalter: Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden im cfb e.V. (NEFF) und weitere Friedensgruppen.
  • Schwäbisch Gmünd, 25. Mai 2011, 10.00 Uhr - 12.00 Uhr: in der Innenstadt, Veranstalter: Friedens-und Begegnungsstätte Mutlangen und terre des hommes-Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd.

Bei den Aktionen informierten wir PassantInnen und BankkundInnen und forderten zum Protest auf. Hunderte haben unseren Brief an entscheidende Parlamentarier der Regierungsparteien unterzeichnet.

Stand 07/2011

Flagge der Europäischen UnionDie Erstellung dieser Website wird unterstützt durch die Europäische Union. Für die Inhalte ist allein Handicap International verantwortlich; sie reflektieren nicht notwendig die Position der Europäischen Union.