
Der Konferenzsaal in Oslo © Außenministerium Norwegen
Der Tag vor der Unterzeichnungszeremonie besteht für die Vertreterinnen und Vertreter der weltweiten Kampagne aus einem ganztägigen Workshop. Zu Beginn kommt der norwegische Minister für Entwicklungszusammenarbeit, um die internationalen Gäste zu begrüßen. Er gratuliert der Kampagne und betont: "Ohne Ihren Aktivismus wäre dieser Vertrag nicht möglich gewesen. Noch vor kurzer Zeit waren selbst die oppositionellen Parteien skeptisch, ob wir so etwas erreichen können. Aber yes, we can..."
In den folgenden Arbeitsgruppen des Tages geht es vor allem um die nächsten Schritte: Was ist zu tun, dass möglichst viele Staaten auch in den kommenden Monaten noch unterschreiben? Wie können wir die Umsetzung des Vertrags in seinem humanitären Sinne fördern? Hervorgehoben werden dabei die im Vertrag enthaltenen Verpflichtungen, den betroffenen Ländern und Menschen zu helfen - und mögliche Zusatzerklärungen der Staaten, z.B. um die Kooperation mit Nicht-Vertrags-Staaten bei Streubombeneinsätzen definitiv auszuschließen.
Parallel zum Kampagnentreffen findet am Nachmittag ein parlamentarisches Forum statt, bei dem Parlamentarier aus mehreren Ländern zusammentreffen und über ihre Unterstützung des Streubombenverbots diskutieren. Aus Deutschland ist überraschend der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans Raidel gekommen. Für den nächsten Tag zur Unterzeichnungszeremonie und zur Begegnung mit den verschiedenen Akteuren in Oslo hat sich außerdem der SPD-Abgeordnete Andreas Weigel angekündigt.
Noch am Abend sind die Campaigner mit Pressegesprächen und mit politischen Kontakten beschäftigt. Es gibt immer noch Staaten, die aufgrund formaler Probleme nicht genau wissen, ob sie morgen unterzeichnen können.
Es wird in jedem Fall ein wichtiger Tag werden...
Eva Maria Fischer aus Oslo
Stand: 12/2008
