Montenegro (25.01.10) und Dänemark (12.02.10) haben den Vertrag über ein Verbot von Streumunition ratifiziert und gelten somit gemeinsam mit den anderen 26 Ratifiziererstaaten als Vorreiter, die ihren Teil dazu beitragen, dass der Vertrag bald gültiges Gesetz werden kann. Sobald 30 Ratifizierungen erreicht sind, wird die Konvention sechs Monate später in Kraft treten und somit international bindendes Recht für die Staaten, die dem Vertrag beigetreten sind.
Aktuell steht die Zahl der Unterzeichner bei 104, die Zahl der Staaten, die ratifiziert haben, bei 28.
Montenegro ist einer der fünf Balkanstaaten, die den Vertrag schon unterzeichnet und ratifiziert haben. Dieser hohe Anteil an Staaten Südosteuropas zeugt davon, dass diese Länder besonders betroffen sind und ihnen viel daran gelegen ist, der Waffengattung Streumunition schnell ein Ende zu setzen.
Montenegro hat, soweit bekannt, bisher nie selbst Streubomben produziert oder eingesetzt, hat aber bei der Trennung von Serbien und Montenegro im Jahr 2006 eine große Anzahl an gelagerten BL-755 Streubomben übernommen. Diese werden nach Inkrafttreten des Vertrags vernichtet werden müssen.
Stand: 02/ 2010
