Halbzeit im Ratifizierungsprozess: Kroatien ratifiziert als 15. Staat

Die internationale Konvention über ein Verbot von Streubomben nähert sich dem Inkrafttreten: Mit der 15. Ratifizierung durch Kroatien am 18.08.09 hat sie nun die Hälfte der Ratifizierungen erreicht, die nötig sind, damit die Konvention international bindendes Recht wird. Die UN bestätigte, dass Kroatien die Ratifizierungsurkunde im Quartier der Vereinten Nationen in New York hinterlegt hätte.  

Kroatien bildet eines der mehr als 30 Länder, die von Streubomben betroffen sind oder waren. Mindestens sieben Zivilsten wurden bei einem Streumunitionseinsatz in Zagreb am 2. und 3. Mai 1995 getötet und über 200 verletzt. Das Land verfügt heute noch über einen kleinen Lagerbestand von Streumunition, der noch aus den Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens stammt.  

Bis zum 18. August 2009 haben 15 Staaten das Verbotsabkommen ratifiziert und sich damit bereit erklärt, die Bestimmungen des Vertrags in nationale Gesetze umzusetzen:
Albanien, Deutschland, Irland, Japan, Kroatien, Laos, Luxemburg, Mexiko, Niger, Norwegen, Österreich, San Marino, Sierra Leone, Spanien, Vatikan.  

Für die kommenden Wochen werden noch weitere Ratifizierungen erwartet – damit rücken die Verbindlichkeit des Vertrags und die Unterstützung der Opfer immer näher.

Stand: 08/2009

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