Präsentation des ersten weltweiten Opferberichts 2006

Ein Meilenstein auf dem Weg zum Verbotsprozess war ein aufwändiges Projekt von Handicap International Belgien: In Kooperation mit weltweiten lokalen Partnern, Forschern, Repräsentanten von lokalen und internationalen Hilfsorganisationen etc. wurde der erste internationale Bericht über die Opfer von Streumunition zusammengestellt, „Fatal Footprint - Tödliche Spur. Die weltweiten humanitären Auswirkungen von Streumunition“.

Durch systematische Datenanalyse in allen betroffenen Ländern zeigt der Bericht auf, dass von den bekannten Opfern:

  • 98% Zivilisten sind
  • 84% männlich sind
  • 27% Kinder sind
  • 23% Jungen unter 18 sind

13.306 Opfer von Streumunition sind bekannt, doch sehr häufig werden die Unfälle nicht erfasst. Die Experten schätzen die wirkliche Zahl auf ca. 100.000.

Die Präsentation des Berichts rüttelte weltweit die Politiker auf und gab der Kampagne eine zentrale Zahl an die Hand: Wenn 98% der Opfer von Streubomben Zivilisten sind, wird offensichtlich, dass diese Waffen allen Prinzipien gezielter Kriegsführung widersprechen und nach humanitären Richtlinien sofort verboten werden müssen!

Im Mai 2007 wurde die erweiterte Fassung des Berichts unter dem neuen Titel „Circle of Impact - The Fatal Footprint of Cluster Munitions on People and Communities“ veröffentlicht. Mehr zum Opferbericht: "Circle of Impact"

Pressekonferenz zur Präsentation von „Fatal Footprint“ im November 2006 in Berlin:

Präsentation des ersten weltweiten Opferberichts 2006

© Handicap International

Ansprechpartner waren:

  • Kevin Bryant, Experte für Kampfmittelbeseitigung bei Handicap International, Räumeinsätze u. a. im Kosovo, Libanon, Afghanistan, Kongo und Laos, wurde selbst bei einem Einsatz im Libanon 2002 von einer Mine schwer verletzt
  • Thomas Küchenmeister, Projektleiter Aktionsbündnis Landmine.de
  • François De Keersmaeker, Geschäftsführer von Handicap International Deutschland, ehem. Projektleiter u. a. in Afghanistan und Mosambik

Hinterlegt finden Sie die Beiträge der Redner im pdf-Format.

Stand: 12/2006

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