Der fünfte Tag der Konferenz - 22.02.2008

Die Atmosphäre im Konferenzsaal war wie elektrisiert, als sich eine Regierungsdelegation nach der anderen am letzten Konferenztag für die Erklärung von Wellington aussprach. Mit dieser verpflichten sich die Staaten dazu, in Mai in Dublin einen Vertrag für ein Verbot von Streumunition zu verabschieden. Die Betroffenen wie z.B. der Libanon, und viele Entwicklungsländer gingen mit ihren positiven Erklärungen voran – doch auch diejenigen Staaten, die in den vergangenen Tagen um Abschwächungen des Verbots gerungen hatten, folgten ihnen letztlich nach. 83 Länder unterzeichneten die Erklärung von Wellington sofort, andere warten noch die Rückmeldungen ihrer Regierungen ab. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Zahl der Unterzeichner bis zur Konferenz in Dublin im Mai auf bis zu 140 ansteigen wird.

Deutschland und Kanada nahmen ihr letztes Statement zum Anlass, den Nicht-Regierungs-Organisationen ein aggressives Verhalten in Wellington vorzuwerfen. Manche Staaten beklagten sich über mangelnde Transparenz und ihre eigene mangelnde Beteiligung, während andere gerade die starke Einbindung von NRO als Zeichen für Transparenz hervorhoben. Frankreich und Großbritannien kündigten an, sich weiterhin bis einschließlich der Dublin-Konferenz für eine Abschwächung des Verbotsvertrags einzusetzen. Dennoch unterzeichneten sie alle die Erklärung, und ihre Vorschläge für Wellington wurden in einem Anhang zum Vertragsentwurf aufgenommen. Der Entwurf selbst blieb jedoch in der Substanz unverändert.

Stand: 02/2008

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