Zwanzig Staaten aus Lateinamerika und der Karibik sowie Vertreterinnen und Vertreter des Hilfsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP), des Internationalen Roten Kreuz und der Internationalen Kampagne gegen Streumunition nahmen am 6. und 7. November an der Regionalkonferenz in Quito teil.
Bolivien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama und Paraguay kündigten an, den Vertrag über ein Verbot von Streubomben am 3. Dezember in Oslo zu unterzeichnen und schließen sich damit Chile, Mexico und Uruguay an. Jamaika, die Dominikanische Republik und Peru gaben an, den internen Prozess für die Unterzeichnung in Oslo vorzubereiten.
Kolumbien schickte eine hochrangige Abordnung und verdeutlichte damit das große Interesse der Regierung an diesem Thema. Während eines Treffens mit einigen AktivistInnen sprachen sie sehr optimistisch über die Möglichkeit einer Unterzeichnung in Oslo.
Zu den Höhepunkten der Tagung zählten sicherlich die sehr überzeugende Präsentation zur Opferhilfe aus Guatemala und eine hervorragende Darstellung Ecuadors, in der auf die Notwendigkeit der Überwachung von Artikel 21 eingegangen wurde. Durch ein gemeinsames Verständnis muss sichergestellt werden, dass der Artikel niemals eine Schmälerung der Kernverbote aus Artikel 1 rechtfertige. Chile zeigte außerdem eine sehr detaillierte Präsentation des weiteren Ablaufs auf nationale Ebene, einschließlich der Zerstörung von Lagerbeständen, und kündigte seine Absicht an, ein regionales Anschlusstreffen zu organisieren, um die Ratifizierung und Anerkennung voranzutreiben.
Die Konferenz zeigte wieder einmal die starke Entschlossenheit der lateinamerikanischen Staaten, in Oslo und darüber hinaus politische Akzente zu setzen.
Stand: 11/2008
