Deutsche Jugendliche schreiben über Streubomben in Laos

„Wie sieht die tägliche Bedrohung der Menschen in Laos durch Streubomben aus? Wer tut etwas dagegen? Was wird aus den Opfern?“

52 junge Leute zwischen 15 und 19 Jahren stellten sich diesen Fragen im journalistischen Wettbewerb von Handicap International und der Berliner tageszeitung. Mit beeindruckendem Engagement schilderten sie die bedrohliche Situation, der ihre Altersgenossen in Laos noch Jahrzehnte nach dem Krieg in Südostasien durch die zahlreichen Blindgänger dieser Bomben ausgesetzt sind.

„Ursprünglich wollten die USA damit Infrastruktur und Militäreinrichtungen zerstören bzw. unzugänglich machen – heute sind sie gefährliche Spielgefährten für Kinder wie Dam.“ So schreibt der 18jährige Jan-Hendrik Mautsch aus Fredenbeck, der mit seiner eindringlichen Schilderung des schrecklichen Unfalls des siebenjährigen Dam den ersten Platz im Wettbewerb errang. Er wird gemeinsam mit Handicap International und dem taz-Journalisten Andreas Zumach im Herbst nach Laos reisen, um dort noch mehr über das vergessene Unrecht durch die Millionen Blindgänger zu erfahren und zu berichten.

Schauspielerin Ulrike Folkerts, die seit vielen Jahren die Kampagne gegen Streubomben unterstützt, begrüßt diese Initiative: „Endlich tritt das Streubom­benverbot in Kraft. Was bleibt, sind unendlich viele verminte Gebiete wie Laos und Opfer, zivile Opfer dieser mörderischen Waffen. Deshalb ist es so wichtig, ein Bewusstsein zu schaffen bei Jugendlichen und in der gesamten Öffentlichkeit, dass wir etwas erreichen können, wenn wir weiterhin die Aufmerksamkeit auf diese Langzeitproblematik lenken und uns um intensive Opferhilfe kümmern.“

Den zweiten Preis, ein Praktikum bei der tageszeitung, erreichte die 16-jährige Lara Brose aus Rottenburg a.N.

Den dritten Preis, die Teilnahme an der taz-Akademie, teilen sich die 16-jährige Mila Brill aus Köln und die 18-jährige Silvia Vogelsang aus Havixbeck.  

Lesen Sie hier die vier Beiträge der Sieger:

 

Außer Konkurrenz: "Träumen ist zeitbegrenzt" von Deborah Schad

Dieser Wettbewerb wurde unterstützt von der Europäischen Union.

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Stand: 07/2010

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